Wegwartewurzel

Beschreibung:

Die Gemeine Wegwarte gehört zur Familie der Korbblüter und ist in ganz Europa beheimatet. Sie ist sehr häufig an Weg- und Straßenrändern, auf Weiden und Schuttplätzen zu finden. Sie hat eine Wuchshöhe von 30 bis 120 Zentimetern und wird oft mit der Zichorie verwechselt, die ihr in Aussehen und Wirkstoffen sehr ähnlich ist, aber eine Abart der Wegwarte ist. Das erste was einem bei dieser Pflanze auffällt, sind die wunderschönen blauen Blüten, die von Juli bis September blühen. Die unteren Stammblätter sind länglich und sägeförmig, die sich immer neubildenden oberen Jungtriebe hingegen sind länglich und glatt gerandet. Einen festen Stand ermöglicht der Wegwarte ihre kräftige, starke Pfahlwurzel. Sowohl die jungen Blätter, reich an Vitaminen, als auch die Wurzel sind essbar. Beide haben ein leicht bitteren Geschmack. Das Kraut und die Wurzel lassen sich zu Tees verarbeiten. Die jungen Blätter geben einen schmackhaften Salat ab, der auch mit jungen Löwenzahnblättern und Kresse gemischt hervorragend schmeckt. Zuvor sollten jedoch die Blätter gründlich gewässert werden, damit sich der leicht bitter Geschmack verliert. Das gleiche gilt auch für die Wurzel. Aus der Wurzel hatte man früher in Notzeiten eine Art Kaffeeersatz hergestellt ( siehe auch Zichorienwurzel). Dazu wurden die Wurzeln zerkleinert und geröstet. Die beste Sammelzeit sind für die jungen Blätter von April bis Mai, das ganze Kraut kann den ganzen Sommer über gesammelt werden und die Wurzeln von September bis November.

Inhaltsstoffe in der Wurzel:

Inulin, Cholin und der Bitterstoff Intybin

In den Pflanzenteilen sind die gleichen Inhaltsstoffe vorhanden, jedoch in geringeren Mengen.

Wirkungsweise:

Galle- und harntreibend,verdauungsfördernd

Als Diätmittel bei Zuckerkranken eignet sich besonders die Wurzel, sie enthält Inulin. Der Frischsaft soll eine Senkung des Blutzuckerspiegels herbeiführen.

Bitte beachten Sie auch hier, dass pflanzliche Stoffe Allergien- und Unverträglichkeiten auslösen können! Deshalb Fragen Sie vor Anwendung immer Ihren Arzt!

Teezubereitung:

Kraut und Wurzelstücke zerkleinern, 1 Teelöffel pro Tasse über Nacht kalt ansetzen, am nächsten Tag kurz aufkochen und bedeckt 15 Minuten ziehen lassen, danach abseihen. Ein bis zweimal täglich eine Tasse, eine Stunde vor einer Mahlzeit trinken. Hilft bei Magen- und Appetitproblemen.

Salatzubereitung:

Junge Blätter klein schneiden und in eine mit Knoblauch ausgeriebene Schüssel geben. Mit Öl und Zitrone, Salz und kleinen in Knoblauchfett gerösteten Brotstückchen anmachen.

oder

Junge Blätter in Streifen schneiden, mit kleingehackten Zwiebeln, Joghurt, wenig kleingeschnittenen Kapern und Pfeffer mischen.